Schwestergruss

E. Mandyczewski

Sagt, wohin die Blume schwand,

die noch eben duftend stand?

Sagt, wohin der Schmetterling,

der am Kelche schwebend hing?

Und wohin die Träne fließt,

die sich tausendfach ergießt?

Und die Träume ohne Zahl,

und des Herzens süße Qual?

Dorthin, wo der Friede wohnt,

wo die Liebe ewig thront,

schwebtest, holde Schwester du,

zu unendlich süßer Ruh'.

Auf der Sehnsucht Schwingen zieht

meine Seele trauernd mit.