Am grünen Rhein
A. Bungert
Trink' ich am grünen Rheine
den sonnig gold'nen Wein
mit Freunden im Vereine:
Wo könnt' es schöner sein!
Wir seh'n im Becher winken
der gold'nen Tage Schein;
wo gäb's ein sel'ger Trinken
als an dem grünen Rhein!
Und an des Schiffes Rande
halt ich mein' Lieb' im Arm,
wir seh'n die blüh'nden Lande
und drücken uns fest und warm!
Die weißen Wellen stieben,
die Nacht sinkt hold herein;
wo gäb's ein sel'ger Lieben
als an dem grünen Rhein!
Und aus den Wellen singt es,
und von den Schiffen her,
da weht es und da klingt es
als wie in alter Mär'!
Und auf der Seele Schwingen
tönt unser Lied darein;
wo gäb's ein sel'ger Singen
als an dem grünen Rhein!