Soldaten-Tod
A. Bungert
Kein schön'rer Tod ist in der Welt,
als wer vorm Feind erschlagen
in grüner Heid', auf freiem Feld,
darf nicht hören groß Wehklagen.
Im engen Bett, da einer allein
muß an den Todesreihen;
Hier findet er Gesellschaft fein,
fallen wie die Kräuter im Maien.
Kein sel'ger Tod, ich sag's ohne Spott,
ist in der Welt zu finden,
als man so fällt in grüner Welt,
alle Klag' und Leid müssen schwinden!
Mit Trommelklang und Pfeifengesang
wird man alsdann begraben;
ewigen Ruhm und unsterblichen Sang
jeder tapf're Held wird haben.
Nun schlafe wohl, mein Kamerad,
schlaf' in der kühlen Erden,
bis wir auf Gottes ewigen Rat
mit Posaun' erwecket werden.
Mit Sang und Klang in's Himmelszelt
die Soldaten dann marschieren!
Voran unser Kaiser und Feldmarschall,
die tun uns kommandieren!
Nun drauf und dran, gen den Feind gewandt,
lasst die Standarte fliegen!
Mit Gott vereint fürs Vaterland
wollen sterben wir oder siegen!
Seht auf dem Hügel, hoch zu Ross,
dort unsern Kaiser ragen:
Kein sel'ger Tod ist in der Welt,
als wer vorm Feind erschlagen!