Längst nicht mehr berührt

C. Unger

Längst nicht mehr berühret von meiner Hand

hängt die Laute dort an bestäubter Wand.

Sinnend denk' ich der Zeit, da der letzte Ton

ihren rauschenden Saiten einst entfloh'n.

Horch! Ein Klingen über die Saiten zieht,

wie wenn Herbstwind klagend den Wald durchirrt.

Ach, vom welken Kranze, der sie umschlingt,

wieder ein Blatt zur Erde sinkt.