Im Klosterkeller
O. Schoeck
Hier scheidet die Klosterpforte
Dich ab vom Weltgewühl,
An diesem gottseligen Orte
Wie ist es schattig und kühl!
In diesen wölbigen Hallen
Wie ist es kühl und frisch!..
Ich sitze mit Wohlgefallen
Am gastlichen Klostertisch.
Die Fratres erwiedern in feister
Zufriedenheit meinen Gruß;
Mit dem Klosterkellermeister
Steh' ich auf vertrautestem Fuß.
Er ähnelt ein wenig Sankt Peter;
Und tritt er in's Kellerthor,
Süßduftend steigt in den Äther
Die Blume des Weins empor.