Der gestirnte Himmel

C. Bach

Mit heil'gem Grauen blick ich hin

zu deines Himmels Höhen,

wo Sonn auf Sonnen, Welt auf Welt

emporgetürmet stehen.

Auf mich im Staube glänzt herab

aus unermessner Ferne

des Mondes sanfter Silberglanz,

das milde Licht der Sterne.

Vom Staube wag ich's hinzuschaun,

wo deine Sonnen glänzen;

und forschend sucht mein Auge dort,

Herr, deines Reiches Grenzen.

Umsonst! Den grenzenlosen Raum

der fernsten Sonnenheere

misst kein Erschaffner. Zahlenlos

sind sie wie Sand am Meere.

Du zählst, o Unermesslicher,

der Sterne Millionen;

und herrschest hier und segnest dort

durch aller Himmel Zonen.

Auch dort ist deines Reichs Gebiet

erfüllt mit höhern Wesen;

und sie wie ich sind, Herr, durch dich

zur Ewigkeit erlesen.

Mit euch, o Brüder, werd ich mich

von Sonn zu Sonnen schwingen;

mit euch dem Weltenschöpfer Dank

und Preis und Ehre singen.