Vertrauen auf Gott

C. Bach

Der Herr ist meine Zuversicht,

Mein bester Trost im Leben

Dem fehlt es nie an Heil und Licht.

Der sich an ihn ergeben.

Gott ist mein Gott:

Auf sein Gebot

Wird meine Seele stille.

Mir gnügt des Vaters Wille.

Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun?

Du bist des Schwachen Stärke.

Die Augen, welche zu dir schaun,

Sehn deine Wunderwerke.

Herr, groß von Rath,

Und stark von That!

Mit gnadenvollen Händen

Wirst du dein Werk vollenden.

Noch nie hat sich, wer dich geliebt,

Verlassen sehen müssen:

Du läßt ihn, wenn ihn Noth umgiebt,

Doch deinen Trost genießen.

Des Frommen Herz

Wird frey von Schmerz.

Der Sünder eitles Dichten

Wird einst dein Rath zernichten.

Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott!

Der Thoren Trost verschwindet;

Wenn der Gerechte selbst im Tod

Ruh und Erquickung findet.

Wenn jener fällt,

Ist er ein Held:

Er steht, wenn jene zittern,

Ein Fels in Ungewittern.

Wirf nicht die große Hoffnung hin,

Die dir dein Glaube reichet.

Verflucht sind, die zu Menschen fliehn;

Verflucht, wer von ihm weichet!

Dein Heiland starb;

Er, er erwarb

Auf seinem Todeshügel,

Dir deines Glaubens Siegel.

Sey unbewegt, wenn um dich her

Sich Ungewitter sammeln!

Gott hilft, wenn Christen freudenleer

Zu ihm um Gnade stammeln.

Die Zeit der Quaal,

Der Thränen Zahl

Zählt er: er wiegt die Schmerzen,

Und wälzt' sie von dem Herzen.

Herr, du bist meine Zuversicht;

Auf dich hofft meine Seele.

Du weißst, was meinem Glück gebricht,

Wenn ich mich kümmernd quäle.

Wer wollte sich

Nicht ganz auf dich,

Allmächtiger, verlassen,

Und sich in Kummer fassen?

In deine Hand befehl ich mich,

Mein Wohlseyn und mein Leben.

Mein hoffend Auge blickt auf dich:

Dir will ich mich ergeben.

Sey du mein Gott;

Und einst im Tod

Der Fels, auf den ich traue,

Bis ich dein Antlitz schaue.