Lob des Allgütigen

C. Bach

Allgütiger, mein Leben lang

ist meines Liedes Lobgesang

dir demutsvoll geweiht.

Denn du bist gut; und jeder Ort,

die Erde hier, der Himmel dort,

rühmt deine Gütigkeit.

Die Sonne, Vater, trägt dein Bild.

Sie ist wie du so stark und mild,

so segenvoll wie du.

Es strömt aus ihr mit jedem Strahl

Licht und Erquickung ohne Zahl

durch dich der Erde zu.

In jeder Anmut der Natur,

in jedem Blümchen auf der Flur

fühl ich's, wie gut du bist.

Selbst wenn dein Wettersturm uns dräut,

seh ich, wie Reiz und Fruchtbarkeit

aus Donnerwolken fließt.

Ja, Herr, unendlich gut bist du!

Der Morgen ruft's dem Mittag zu,

der Tag dem Abendrot.

Die Flur bedeckt mit Schnee und Eis

rühmt Erntefeldern deinen Preis,

Jehova Zebaoth!

Nichts ist von deinem Wohltun leer,

das kleinste Sandkorn an dem Meer

ist deiner Güte Preis.

Der Wurm im Staube lebt durch dich,

durch dich freut er des Lebens sich

und stirbt auf dein Geheiß.

Aus deines Segens Überfluss

schöpft unaufhörlichen Genuss

der Engel dort am Thron;

und hier an unsrer Wallfahrt Grab

strömt Seligkeit durch dich herab

auf jeden Erdensohn.

Doch wer? wer fasst's, wie gut du bist?

Undenkbar wie dein Wesen ist,

Gott, deine Freundlichkeit.

Im Staube bet ich an vor dir!

Gebenedeiet sei sie mir

nun und in Ewigkeit!