Die Fortdauer der Lehre Jesu

C. Bach

Umsonst empört die Hölle sich

mit ihrem Schreckenheere!

Dein Gott, o Zion, schützet dich,

schützt seines Sohnes Lehre.

Sie spreche Hohn! Sie schäume Wut!

Mit uns ist Gott! Er gibt uns Mut;

er schenkt uns Kraft zu siegen.

Wenn Tausende zu Schmach und Tod

sich gegen dich verschwören:

sei mutig! Deines Glaubens Gott

wird ihren Rat zerstören.

Durch ihn, der einst mit starker Hand

das Heer der Hölle überwand,

wirst du den Sieg behalten.

Jahrtausende bekämpft es schon

das Heiligtum der Christen;

spricht trotzend unsrer Kirche Hohn

und droht, sie zu verwüsten.

Umsonst ist seines Frevels Müh,

noch unerschüttert stehet sie

auf ihrem Felsengrunde.

Wo sind mit ihres Armes Macht

die wütenden Zerstörer?

Wo sind sie? In des Grabes Nacht,

da liegen die Empörer.

Gott sah von seiner Allmacht Thron

der Starken Trotz, der Spötter Hohn

und stürzte sie zu Boden.

Auf ihrer Feinde Trümmern steht

siegprangend Jesu Lehre.

Sie steht, die Kirche Christi steht

wie ein Gebirg im Meere.

Nicht wilder Wellen Ungestüm,

nicht der erbosten Feinde Grimm

vermag sie zu erschüttern.

Und Erd und Himmel wird vergehn;

doch Jesu Wort wird bleiben,

wenn seine Feinde, die es schmähn,

vor ihm wie Spreu zerstäuben.

Wohl uns, wenn wir uns, Jesu, dein

und deiner Wahrheit gläubig freun!

Auch wir, wir werden bleiben!