Gottes Größe in der Natur
C. Bach
Groß ist der Herr! Von seiner Macht
erzählen Himmel, Erd und Meere.
Ihn preist die sternenvolle Nacht,
die Sonn und aller Sonnen Heere.
Ihn rühmt die blühende Natur;
ihr Schmuck und ihres Segens Menge,
die Frucht der garbenschweren Flur
sind seiner Allmacht Lobgesänge.
Ihn preist in seiner Felsenkluft
des Löwen furchtbares Gebrülle,
der Rabe, der um Speise ruft,
der Wurm in seines Staubes Hülle.
Der Rebenberg, das Weizental,
der Schmerlenbach, der Auen Blüte,
die Luft und jeder Sonnenstrahl
verkündigt des Allmächt'gen Güte.
Des Westes Kühlung sendet Er,
den Donnersturm in Ungewittern.
Er spricht! und still ist Erd und Meer!
Er spricht! und Meer und Erde zittern!
Vom Aufgang bis zum Niedergang,
von hier bis zu den fernsten Sphären
schallt der Geschöpfe Lobgesang
zu unsers Weltenschöpfers Ehren.
Groß ist der Herr! Zu ihm empor
soll meine frohe Seele dringen.
In aller Kreaturen Chor
soll meines Liedes Jubel singen.