Herbstlied
C. Bach
So weit der Wesen Millionen,
Gott, deinen Erdenkreis bewohnen,
wird alles satt durch dich.
Du gibst mit reichem Überflusse,
und bei dem segnenden Genusse
freut jedes Wesen deiner sich.
Dein ist das Brot! Uns zu ernähren,
schuf deine Hand die güldnen Ähren,
von reifen Körnern schwer.
Itzt, da wir fröhlich sie genießen,
sei deine Vaterhuld gepriesen!
Denn dein ist unser Brot, o Herr!
Dein ist die Frucht an Strauch und Bäumen!
Du ließst die milde Knospe keimen
und blühen und gedeihn.
Die reifen Früchte, die uns laben,
was Garten, Forst und Trift uns gaben,
was Scheun und Tenne zollt, ist dein!
Dein sind die traubenvollen Reben!
Du gibst den Beeren Saft, und Leben
und Kraft gibst du dem Wein.
Durch ihn strömt Mut in unsre Glieder
und Fröhlichkeit in unsre Lieder.
Herr, du sollst unser Loblied sein!
Dein, Herr, ist alles. Du beglückest,
du segnest, sättigst und erquickest
dein grenzenloses Reich.
In deinem ganzen Weltgebiete
regierest du mit Vatergüte.
Allmächtiger, wer ist dir gleich?