Osterlied

C. Bach

Amen! Lob und Preis und Stärke

sei dem Vollender seiner Werke,

dem Todesüberwinder Dank!

Singt dem auferstandnen Helden!

Und alle Himmel, alle Welten

und dieser Erdkreis sei Gesang!

Ihm, der vom Tod erstand,

ihm, der einst überwand,

Halleluja!

Sein ist die Macht!

Er hat's vollbracht!

Die Welt ist seiner Ehre voll!

Ja, du Land der Gräber, Erde,

empor aus deinem Staube! Werde

ein Land des Lebens und des Lichts!

Er, der siegreich auferstanden,

befreit dich von des Todes Banden

und von den Qualen des Gerichts.

Heil dir! Das Grab ist leer!

Des Abgrunds Schreckenheer

ist bezwungen.

Des Todes Nacht,

der Hölle Macht,

der Gräber Grauen ist besiegt.

Was vermag uns zu erschüttern?

Der Hölle Sklaven müssen zittern

vor ihm, der ewig, ewig lebt.

Wir, des Auferstandnen Brüder,

wir, Christen, seines Körpers Glieder,

wir freun uns des, der ewig lebt.

Für uns sank er in Tod,

für uns entrückte Gott

ihn dem Grabe.

Empörer bebt!

Der Sieger lebt!

Er lebt und stirbt hinfort nicht mehr.

Unser Herz darf nun nicht wanken,

die bangen, zweifelnden Gedanken

besiegt des Glaubens Zuversicht.

Wie ein Fels des Herrn im Meere

steht unerschüttert Jesu Lehre

umglänzt mit Seligkeit und Licht.

Der Himmel Bau zerfällt,

die Herrlichkeit der Welt

wird verschwinden.

Doch fort und fort

steht Jesu Wort,

bleibt Trost und Heil in Ewigkeit.

Doch auch wir, wir werden bleiben.

Mag doch des Körpers Staub zerstäuben,

verzehre, Moder, mein Gebein!

Jesus lebt! Und meine Glieder

belebt einst seine Allmacht wieder;

wie er werd ich unsterblich sein.

In der Verwesung Grab

dringt dann sein Ruf hinab;

und ich lebe!

Und ich bin sein,

auf ewig sein!

Wie wird mir dann, o dann, mir sein!