Frohe Erinnerung der Wohltaten Gottes
C. Bach
Auch mich, o Herr, hast du gemacht,
von dir hab ich mein Leben.
Du hast durch deine Güt und Macht,
mir, was ich hab, gegeben.
Was ist der Mensch, der Staub, vor dir?
Herr, was bin ich, dass du zu mir
so gnadenvoll dich neigest?
Von Kindheit an war über mir,
Gott, deine Güte neue;
und jedes Gute kömmt von dir,
des ich mich jetzt erfreue.
Wohin ich schau, entdeck ich dich;
du segnest und erfreuest mich
durch alle deine Werke.
O Gott, in jedem Augenblick
empfind ich deine Güte.
Dir dank ich meiner Tage Glück,
dir meines Lebens Blüte,
dir Glieder, Sinnen und Verstand,
dir Güter, Freund und Vaterland,
dir zahlenlose Freuden.
Was mich so froh und glücklich macht
am Leib und am Gemüte,
so vieles Heil bei Tag und Nacht
ist alles deine Güte.
Durch dich gibt Berg und Wald und Flur,
durch dich gibt jede Kreatur
mir Nahrung, Stärkung, Freude.
Kommt, Menschenkinder, kommet her!
Lobt mit mir unsern Vater!
Der uns ernährt und schützt, ist er,
er unser aller Vater!
Kommt, lasst uns seiner Güte freun,
ihm ewig, ewig dankbar sein
und ihm zur Ehre leben.
Gott, der bisher uns Gutes gab,
wird ferner uns bedenken
und bis ins Alter, bis zum Grab
uns Heil und Freude schenken.
Und einst im Himmel gibt uns er
Vergnügen unaussprechlich mehr
und höhre Seligkeiten.