Valet!
H. Sommer
Nun trinke Valet und fahre dahin!
Frisch an, Geselle, frisch an!
Ein tapferes Herz und ein fröhlicher Sinn,
Das hilft in den Sattel dem Mann.
Was rüstig begonnen,
Ist halb schon gewonnen,
Drum vorwärts! und biete dem Glücke die Hand
Zu Wege, zu Stege, zu Wasser und Land.
Wenn dich in der Ferne die Schwalbe umkreist,
Dann denke, so fliegt sie auch hier,
Das Tischlein, an dem du noch gestern gespeist,
Giebt heut einem Andern Quartier.
So werden getrieben,
Die gerne geblieben,
Es rostet kein Riegel, es bindet kein Band
Zu Wege, zu Stege, zu Wasser und Land.
Wenn sauer der Wind um die Nase dir weht,
Was thut es nur immer grad' aus!
Und hat dir ein Mädel den Kopf verdreht,
Reich ihr den Vergißmeinnichtstrauß.
Wo immer auch winken
Dir Becher zum Trinken,
Da schüttle nicht, lösch' in der Kehle den Brand
Zu Wege, zu Stege, zu Wasser und Land.
Nun werde gesprochen das letzte Wort,
Valet, Geselle! Valet!
Was hier verwelket, das blühet dort,
Und einmal wird Alles wett.
Wenn lange verklungen,
Was einst wir gesungen,
So hält doch in Stürmen die Treue noch Stand
Zu Wege, zu Stege, zu Wasser und Land.